Parque Warner (2020)

Ich war lange nicht mehr im Parque Warner. Der zur Parques Reunidos zugehörige Park beherbergt bekanntermaßen eine großartige Auswahl an atemberaubender Achterbahnen und bis zur Unterwäsche durchnässende Wasserfahrten. Nun ist 2020 jedoch das Covid-19 Jahr und die Spanier hat es bekanntermaßen ein wenig härter getroffen, weswegen ich doch sehr gespannt war, wie man hier zu Lande die Freizeitparks betreibt. Aus meinen Erfahrungen bzgl. den Schutzmaßnahmen in Deutschland ging ich jedoch von Anfang an von sehr langen Wartezeiten aus und kaufte mir daher im Voraus den Pase Correcaminos Platinum; ein recht teures Vordrängelticket mit theoretisch unbegrenzten Zugang zu den Attraktionen.

Da ich mich im Busfahrplan ein wenig geirrt hatte, erreichte ich den Park erheblich später als ursprünglich geplant. Da der Eingang zu zwei Zugangspunkten verengt wurde gab es bereits bei meiner Ankunft zwei überaus lange Schlangen. Tageskarten gab es an meinem Besuchstag nicht; blöderweise hat der Park kurz vor meinem Besuch 50% vergünstigte Karten angeboten, der Park war also relativ voll. Da ich das Office für den Pase Correcaminos nicht gleich finden konnte verlor ich zusätzlich noch etwas Zeit; wer hätte denn auch ahnen können, dass der Mann bei den Schließfächern sich darum kümmert.

Mit meinem Armband ausgestattet konnte es also durch den Park gehen. Grundsätzlich herrscht überall eine Maskenpflicht – auf die richtige Tragweise wird hier penibel genau geachtet. Das Personal ist perfekt geschult und bei sämtlichen Shows und Attraktionen wird auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen geachtet, z.B. muss man sich jedes Mal vor dem wachtsamen Auge eines extra Angestellten die Hände desinfizieren, bei den Shows wird man zusätzlich zu seinem Platz begleitet (auch nach der Show darf man nur gruppenweise das Theater verlassen) um den Sicherheitsabstand zu garantieren. Die Attraktionen werden zusätzlich nach jeder Benutzung desinfiziert, ehe die nächsten Fahrgäste einsteigen dürfen. Das alles drückt natürlich die Kapazität, jedoch sind die Spanier überraschend flott unterwegs. Nur den Besuch der Hexenschaukel Hotel Embrujado hätte ich mir ehrlich gesagt sparen sollen.

Am Ende des Tages konnte ich alle Attraktionen mindestens einmal fahren. Dank dem Pase Correcaminos betrug die Wartezeit an den Achterbahnen maximal 30 Minuten, ohne natürlich erheblich mehr. Bei den Wasserbahnen und allen anderen Attraktionen hatte ich dann etwas mehr Glück. Natürlich wäre ein Besuch außerhalb der Coronamaßnahmen deutlich fruchtbarer gewesen, dennoch bin ich von der Professionalität des Parks beeindruckt und empfehle daher einen Besuch im Parque Warner in diesem Jahr.

Sicherer geht ein Besuch im Freizeitpark kaum!

 

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Movie Park Germany (2019)

Star Trek – Operation Enterprise


Der Movie Park Germany war schon immer einer meiner Lieblingsparks in Deutschland, dennoch war ich die letzten drei Jahre nicht mehr im Park. In dieser Zeit hat sich jedoch einiges getan: Der Intamin Rapids Ride Mystery River wurde zu Excalibur – Secret of the Dark Forest, die neue Achterbahn Star Trek – Operation Enterprise wurde eröffnet und die Themenfahrt Alien Encounter wurde zu Area 51 – Top Secret umgestaltet.

Letztere Neuheit war auch der Grund, warum ich meinen Besuch immer weiter nach hinten verzögert habe, denn ein Besuch im Movie Park Germany ohne eine Fahrt durch den Vulkan ist einfach nicht das gleiche. Statt durch eine Insel im Bermuda Dreieck geht es nun durch eine geflutete Mine mitten in der Wüste von Nevada. Wo es vorher einen klar definierten Spannungsbogen gab, gibt es nun nur noch eine belanglose und an den Haaren herbeigezogene Geschichte, welche auf den Szenen der Originalgeschichte basiert. Natürlich bringt man Außerirdische eher mit der Area 51 in Verbindung, als mit dem Bermuda Dreieck, doch eine Wasserfahrt in der Wüste ergibt halt einfach keinen Sinn – auch wenn es sich um die Groom Lake Air Force Base handelt (der Groom Lake ist ein trockener Salzsee).

Wenn man jedoch über die Geschichte hinwegsehen kann, erlebt man mit Area 51 – Top Secret die HD-Version einer in die Jahre gekommenen Themenfahrt und allein das ist schlichtweg wunderbar. Die Fahrt zeigt sich endlich wieder von ihrer besten Seite und weiß mit ihren zahlreichen Effekten zu überzeugen. Zwar hat sich am Verlauf und der Inszenierung im Inneren der Anlage kaum bis gar nichts geändert, doch die liebevolle audiovisuelle Frischekur zeigt ihre Wirkung. In dieser Hinsicht, danke Movie Park Germany für den Erhalt dieser Anlage!

Während das Alien Encounter zuvor immerhin noch die Geschichte der ursprünglichen Version aus dem australischen Freizeitpark Sea World Gold Coast erahnen ließ, sah es beim Mystery River nach dem Wegfall der Lizenz ganz anders aus. Die Bahn war nur noch ein Schatten ihrer selbst und konnte bis auf ihre Ride Hardware nur noch Bauschaum vorweisen. IMAscore und IMAmotion haben dann der alten Fahrt ein neues Leben eingehaucht und so wurde Mystery River zu Excalibur – Secret of the Dark Forest. Auch hier ist das Thema ein wenig generisch gehalten, doch die Fahrt selbst wurde definitiv aufgewertet. Die Queue ist nun wirklich gelungen und stimmt einen auf die Fahrt ein. Diese ist zudem mit neuen Figuren erheblich aufgewertet worden, auch wenn der Fokus hier eher auf der rasanten Fahrt durch den Strömungskanal liegt und weniger auf die Erzählung einer Geschichte.

Anders sieht es dann bei Star Trek – Operation Enterprise aus, wo das Gesamterlebnis den ursprünglichen Gedanken des Filmparks aufgreift und somit eine recht runde Geschichte erzählt wird. Hierfür wurde der ehemalige Marienhof zur Federation Plaza umgestaltet und das einst vorhandene – von den Besuchern aber kaum beachtete – Filmmuseum geräumt, um zukünftig die Warteschlange samt Replik der Brücke des Raumschiffs Enterprise darin unterzubringen. Die extern gelegene Station erreicht man dann über einen schmalen Korridor.

Nachdem man dann in dem Zug Platz genommen hat kann die Fahrt auch gleich beginnen. Über ein Transfergleis wird man jedoch erst einmal auf die eigentliche Fahrstrecke geschoben.  Da dieses jedoch keine LSM Module aufweisen kann wird man erst recht sanft nach vorne geschoben, ehe man in den Launchabschnitt fährt und langsam beschleunigt wird. Hierauf erklimmt man das erste Element in etwa bis zur Hälfte ehe man die Richtung umkehrt und anschließend deutlich rasanter beschleunigt wird. Auf der Rückseite des Transfergleisgebäudes schießt man nun die Twisted Halfpipe empor, einem leicht verdrehten vertikalen Streckenabschnitt. Auch hier ändern wir die Richtung und rasen ein drittes Mal durch die Beschleunigungsstrecke. Mit nun 90 km/h rasen wir den Top Hat empor und werden sogleich ein wenig aus unseren Sitzen gerissen. Nach einem druckvollen Tal erklimmen wir einen Immelmann und sehen dabei die Welt zum ersten Mal überkopf. Hieran schließt sich sogleich eine Heartline Roll an, welche in eine weitere Sturzfahrt übergeht. Nach einer zackigen Kurve oberhalb des Transfergleisgebäudes durchrasen wir den Borg-Kubus und leiten sogleich den zweiten Teil unserer Rettungsmission ein. Überaus bodennah geht es nun über mehrere kleineren Hügel und anschließend durch eine knackige Linkskurve. Überaus geschmeidig geht diese dann in die letzte Inversionsfigur der Fahrt, einer Zero-G Roll, über. Direkt im Anschluss erreicht unsere Mission auch schon ihr Ende. Nach der Bremsstrecke folgt nur noch eine kurze Rechtskurve ehe wir uns wieder in der Station der Anlage wiederfinden.

Star Trek – Operation Enterprise ist eine wirklich nette Achterbahn aus dem Hause Mack Rides. Die Fahrt durch das kompakte Layout kann einige richtig nette Elemente aufweisen, die allesamt mit einem guten Pacing durchfahren werden. Sie ist zwar nicht die kraftvollste Achterbahn und der Triple Launch (also der dreifache Abschuss) ist bestenfalls ein nettes Feature; doch das Gesamtpaket kann sich sehen lassen. Star Trek – Operation Enterprise ist zumindest eine sehr familienfreundliche Abschussachterbahn und fügt sich in dieser Hinsicht perfekt in das Portfolio des Parks ein.

Was mir persönlich jedoch missfällt, ist der neue Themenbereich rund um die Achterbahn. Die Federation Plaza sieht nackt aus und wirkt keineswegs so einladend, wie die restliche Gestaltung des Parks. Hier hätte man mehr herausholen können und auch sollen.

Nichtsdestotrotz sind alle Neuheiten der vergangenen Jahre überaus gelungen und lassen einem mit freudigen Blick in die Zukunft des Movie Park Germany schauen – auch wenn ich mir die neue Gestaltung des Vekoma SLCs mit dem fortan überaus sperrigen Namen Lucky Luke – The Ride: Die Daltons brechen aus ehrlich gesagt kaum vorstellen kann. Zumindest darf man gespannt sein und das ist ja auch schonmal ein Anfang.

 

Was ist eure Meinung zu den letzten drei Neuheiten im Movie Park Germany? Wie gefallen euch Excalibur – Secret of the Dark Forest, Star Trek – Operation Enterprise und Area 51 – Top Secret? Schreibt es einfach hier unter dem Bericht ins Kommentarfeld oder besucht unsere Social Media-Kanäle: