Es steht ein Monster in Maizières-lès-Metz


Vor einem Jahr zu Ostern zog es Thomas, Marcel, David und mich bei schönsten Wetter nach Maizière-lès-Metz um den dort befindlichen Walygator Park einen Besuch abzustatten. Die Warteschlangen waren gut gefüllt, im Grunde ein perfekter Tag für den Park, doch leider entschied sich der Grund unseres Besuches damals zu streiken. Da der Park selbst aber nicht wirklich schlecht war, hatte sich die Fahrt damals dennoch gelohnt.

Nun ein Jahr später, bei schlechtesten Aprilwetter, wurde erneut ein Versuch angetreten um der ehemaligen Expoland-Anlage Orochi eine Fahrt zu entlocken. Ausgeschlafen brachen wir aus dem Hotel auf, nur um dann herauszustellen etwas verfrüht da zu sein, gleiches geschah lustiger Weise auch einem Reisebus. Da es im Auto an nichts mangelte hieß es eine Weile zu warten und der Parkplatz wurde einfach nicht voller.

Glücklicher Weise führte man kurz vor Eröffnung des Parks noch Testfahrten durch, so dass wir davon ausgehen konnten das der Park überhaupt noch öffnet. Aus Erfahrung ging es dann auf direktem Wege in Richtung des Monsters, auch wenn die ein oder andere Fahrt auf Anaconda sicherlich sinnvoll gewesen wäre, denn so hieß es in der Station erst einmal auf seine 12 Mitfahrer zu warten.

Nach und nach trudelten diese auch an und da wir die ersten waren erfolgte die erste Fahrt des Tages auf der Schwesteranlage von Cedar Points Raptor in der ersten Reihe. So wie die Anlage von weiten aussieht, so wirkt sie auch während der Fahrt, denn alles scheint irgendwie klein zu sein, auch wenn die Anlage selbst zu den größten ihrer Art gehört.

Die Fahrt in der ersten Reihe gestaltet sich als eher sanft, die Kräfte im Looping, der recht hoch gesetzten Rolle und der Cobra Roll sind kaum auffallend. Auch der hochgelobte zweite Teil der Fahrt nach verlassen des ehemaligen Blockbereichs fällt vergleichsweise harmlos aus, da es weder die Korkenzieher noch die Helices am Ende der Fahrt es schaffen ausreichend Druck aufzubauen und somit die Beine zum einschlafen zu bewegen. In der letzten Reihe sieht es glücklicher Weise besser aus, immerhin sind hier die Kräfte deutlich ausgeprägter wiederzufinden. Wo der erste Teil nun deutlich mehr überzeugen kann wird man im zweiten Teil nun in den Korkenziehern mitgezogen und hat in den Helices am Ende einen schönen Druck in den Beinen.

Das Monster selbst ist eine gute Bahn, aber die Anlage ist leider nicht Batman La Fuga oder wie es Jan sagen würde leider nicht Nemesis. Es stört dabei herzlich wenig wo die Anlage errichtet wurde, oder wie sie gestrichen ist, denn die Fahrt selbst macht Spaß, es fehlt ihr nur an Extreme. Die Kräfte selbst machen die Anlage familientauglich, weshalb sie auch prima das Portfolio des Parks ergänzt.

Nach einer Runde mit dem Wacky Worm des Parks ging es für Jan weiter auf Entdeckungstour des Parks. Vorbei am ehemaligen Schlumpfdorf ging es in den Weltraumbereich des Parks, wo der S&S Space Shot Dark Tower auch in diesem Jahr unvollständig herum steht, der Schwarzkopf Orbiter Südseewellen eine ordentliche, wenn auch recht monotone und nicht all zu schnelle, Fahrt hinlegte, und der Vekoma Hurricane Walycoaster auf Fahrgäste wartete.

Die seit 1989 im Park stehende Anlage ist glücklicher Weise noch eine der Vekoma Anlage die noch mit einem echten Arrowzug laufen. Zwar ist die neueste Zuggeneration von Vekoma als wirklich genial anzusehen, doch an das zeitlose Design von Arrow kommt sie einfach nicht heran. Das Layout selbst ist gut gedacht und wirkt im Gesamten auch recht schick, doch wenn man weiß, dass die, durch einen Hurricane stark beschädigte, Schwesteranlage mit Zügen deren Fahrtrichtung entgegengesetzt zur Strecke war fuhr, würde man sich dieses nur allzu gerne in Lothringen wünschen. Die Fahrt ist nicht schlecht und von Rucklern oder gar Schlägen befreit, aus Zeitgründen blieb es jedoch nur bei einer Runde.

Eine der Vorzeigeattraktionen des Parks ist das Terror House, ein Maze. Hier entsteht meist relativ schnell eine lange Schlange, vorausgesetzt es sind andere Leute in diesem Bereich unterwegs. Das wirklich gruselige ist jedoch nicht das Maze was durch einige brillante Fleischereiräume am Anfang der Aneinanderreihung verwirrender Gänge glänzt, sondern das Fun House, welches man zuvor absolvieren muss. Das Terror House selbst ist recht groß, die Innenausstattung besteht größtenteils aus ungestalteten Räumen mit Animatronics, auch gibt es einen Erschrecker der wenigstens bemühter ist als die untergegangene Piratencrew aus der Lüneburger Heide.

In unmittelbarer Nähe zum Gruselhaus befindet sich die Raftinanlage des Parks. Diese 1989 von Soquet erbaute Anlage widmet sich ganz der Reise des Odysseus und wurde dabei hervorragend in Szene gesetzt. Extrem merkwürdig, wie auch kapazitätsmindernd, zeigt sich die Abfertigung der Boote, bei der quasi im Zugverbund gefahren wird. Eine weitere Merkwürdigkeit sind, wie auch bei der Wildwasserbahn des Parks, die unterschiedlichen Boote.

Vorbei am stets defekten HUSS Topple Tower Tang’Or und einem der Kinderbereiche des Parks geht es an den See, wo sich ein sehr merkwürdiges Schwarzkopf Monster befindet. Normalerweise hebt sich der Exzenter nach einiger Zeit und erzeugt somit eine Wellenbewegung, da dieser Prozess in diesem Park jedoch defekt ist kreist man mehr oder weniger rasant auf Bodenniveau herum. Glücklicher Weise fällt das Sporten dabei nicht mal schwer, der Fahrspaß ist jedoch gemindert.

Vorbei an der Teetassenbahn, dem Wellenflieger und der viel zu langen und dabei viel zu langsamen Bootsfahrt geht es zur Wildwasserbahn Riviére Sauvage. Diese von Soquet erbaute Anlage ist simpel und weiß neben einigen Kurven nur eine Schussfahrt auf, welche es jedoch in sich hat. Bei dieser Wildwasserbahn wird man nicht nur nass, sondern gesoaked, weshalb die Fahrt sehr zu empfehlen ist.

Am Parkrand gelegen befindet sich die Holzachterbahn Anaconda, die wieder einmal zur schlechtesten Holzachterbahn der Welt gewählt wurde. Die Bahn bietet zwar keine Airtime, überquert die Kuppen recht langsam und benötigt zusätzliches Gewicht in den von Morgan erbauten Zügen, aber sie ist definitiv nicht die schlechteste Holzachterbahn der Welt, so wie auch Bandit weit davon entfernt sein müsste. Als Holzachterbahn ist Anaconda solide, immerhin fährt sie sich so wie sich eine Holzachterbahn fahren sollte. Die Geschwindigkeit, die Höhe, sowie das Out & Back Layout sind gut und immer eine Fahrt wert.

Der Walygator Parc ist kein schlechter Vergnügungspark, aber auch kein sonderlich guter. Auch in diesem Jahr ging der Erweiterungsirrsinn der französischen Schaustellerbrüder Claude & Didier Le Douarin weiter und so präsentiert man nun ein neues Kinderland mit, von der Kirmes aufgekaufte und einfach so hingestellten, Fahrgeschäften. Was jedoch aus der geplanten Wilden Maus wurde ist schwer zu sagen, auch ist es sehr wahrscheinlich das der Park seinen Inverted Coaster auch auf weiteres nicht streichen wird.

A Day at the wonderful Walygator Parc


David and I wanted to go to Phantasialand on Easter Monday, but the park had not yet closed his Maus au Chocolat raffle and the price of 37 € is not worth the expected crowd. That’s why we were looking for alternatives and somehow we got used to the idea to travel to France to count a certain monster of a roller coaster, which unfortunately did not worked out as planned.

A crazy ideas needs to have some more people involved. This is why Thomas and Marcel accompanied us on our little trip to the french town of Metz. After a few kilometres, which was just a slightly longer trip on the autobahn, we found ourselves at the free parking lot of Walygator Parc.

Arrived at the park we had to get tickets first. This has taken some time, as the park has unfortunately only a small number of cashiers. Interestingly, most of the people were waiting on the left-hand side, so you were basically the next in line, if you just have waited slightly more on the right-hand side.

The park formerly known as Walibi Lorraine, Walibi Stroumpf  and Big Bang Stroumpf (Big Bang Smurf) has been run for several years by a French showman, which is why many novelties moved to the park, but also quite a lot of somehow trashy rides. Nevertheless, the park is quite charming. 

The park’s portfolio is very impressive, next to some truly classic rides you can find the “worst” wooden roller coaster in the world – at least if you want to trust this year’s wooden coaster poll. We did not have any expectations, after all we knew all Efteling’s former wooden roller coaster Pegasus, and were pleasantly surprised. Anaconda is just plain fun, even though the ride does not offer any speed on top of the hills. Some onrider we met in the waiting area of the coaster Monster described the coaster as a massive personal injury, but we could not understand why. The coaster was quite smooth and the train did not beat the passengers at any given moment.

Since we are all coaster enthusiasts, we went on the Family Coaster. It is the most gentle of all Wacky Worms all of us had ever riden. We managed to celebrate a small party whilst riding, which probably caused confusion for some passers-by.

On our way towards the Monster we boarded the Waly Twister. During the ride, we saw the Monster being evacuated. Instead of waiting we decided to take a close look at the rest of the park. So we moved towards the Vekoma Hurricane Waly Coaster, which was also surprisingly smooth. In addition, it was nice to once again sit in a train build by the manufacturer Arrow, which unfortunately are becoming increasingly rare.

Another surprise came to us in the theatre of this area, where we watched a magic show. In three languages they presented a mix of magic and comedy on a stage that was featuring some great lighting. The show magician presented many tricks that all worked the same, but this a minor matter.

Shortly after we walked into another highlight of the park, the Terror House. I must confess that I’m not a fan of such scare attractions and Halloween is nothing I would ever celebrate. However, since the others desperately wanted to wander through the Maze I could resist any longer. Due to the smaller group size of maximum 8 persons, we had to wait slightly longer.

Before being let down to the floor containing the maze, the real terror had to be conquered: the Funhouse. Here you were sent through narrow corridors with various bizarre fun house style elements and randomly placed numbers on the wall (quite similar to  Bobbejaanland). Since there were no clowns, the horror was not yet there.

In the lower floor there are some interesting rooms and effects, especially the slaughter scene at the beginning has already given a girl in our group the rest. Instead of encouraging her, her friend told her how funny it was and how much fun he had in. Appart from that, I found the rest to be very nice and quite amusing. Even if there is one live actor with the obligatory chainsaw at the end of the walk through, it was a great experience. 

In the immediate vicinity of the horror maze you can find the park’s rafting ride, which tells the story of Odysseus and his ten-year odyssey. Since only eight boats were in use and the loading system is more than strange we had to wait a few “trains” before we could board the ride. The ride itself is really nice and should not be missed.

There is also a wonderfully designed Soquet log flume within the park. In contrast to the ride in Walibi Sud Ouest (formerly Walibi Aquitaine) you can find a drain in the boat, which makes the ride more comfy and so much better. For just one drop, the ride offers everything to soak its riders.

Since we still lacked the main reason for our visit, we went once again to the Monster. After some queuing action, we found ourselves in the station of the ride and just had to wait one more lap for our ride in the front row, but the arriving train slowed down too much and the whole system failed. It took almost an hour before the first test drive, but once again the train slowed down too much during the break run. Since we absolutely wanted to ride the ride at least once we had nothing to do but wait. After four hours, even the ride operators left their ride and we finally moved on.

Nevertheless, the day at Walygator was not a disappointment as we explored a sympathetic French family park, which you could visit more often. The design in the old parts of the park is just great and even the shows can be recommended. The rides are all great, even trough the park’s HUSS Topple Tower is not operated anymore due to its numerous technical difficulties. The park boast a great mix of roller coaster and even the world’s worst wooden roller coaster is still a ride you should not miss.