Fotobücher


Seit nun 10 Jahren erstelle ich mir jedes Jahr ein Fotobuch. Angefangen hat dabei alles mit einem Gutschein von Cewe, den ich damals beim Kauf meiner ersten eigenen Kamera mitbekommen habe. Da ich Geld sparen wollte wurde es das kleinste Format und das Buch wurde mit der hauseigenen Fotobuch Software erstellt. Dank Vorlagen gelang dies schnell und einfach. Auch die nächsten zwei Fotobücher habe ich im kompakten Format gestaltet, seit dem dritten verwende ich jedoch konsequenter weise die Layflat-Bindung. Im vierten Jahr wechselte ich nicht nur das Format, sondern auch den Hersteller. PosterXXL war schlichtweg günstiger und ich war zufrieden. Ganze sechs Mal habe ich dort ein Fotobuch im A4-Format bestellt – interessanterweise sind die letzten zwei sogar etwas größer als die Bücher zuvor. Auf Grund kleinerer Druckfehler (die mit der hauseigenen Software nur schwer im Vorhinein zu erkennen gewesen waren) und des doch viel zu dunklen Drucks sollte das nächste Buch von einem anderen Hersteller kommen. Durch einen sehr komischen Zufall bin ich dann auf eine Anzeige von Saal Digital gestoßen, die einen Produkttester suchten. Beworben habe ich mich dann mit dieser Website. Gedacht habe ich mir dabei ehrlich gesagt nichts.

Tatsächlich wurde ich dann als Produkttester für ihr Professional Line Fotobuch ausgewählt. Etwa 44 Seiten hätte ich ohne Zuzahlung gestalten können, am Ende wurden es jedoch deutlich mehr.

Zugegebenermaßen war meine größte Enttäuschung an den vorherigen Fotobüchern stets mit dem Bildschirm meines Laptops verbunden, denn der war schlichtweg nicht farbecht. Als ich mir einen neuen Desktop zusammengebaut habe, habe ich mir also zwei Bildschirme besorgt die wenigstens 100% des sRGB Farbraums abdecken. Die Bilder, die ich seither mit Lightroom entwickelt habe, würden höchstwahrscheinlich auch bei den anderen Herstellern durchaus i.O. sein, das Endprodukt bei Saal Digital hat mich schlichtweg überzeugt. Die Bilder sind so wie ich es haben wollte.

Das Professional Line Fotobuch selbst ist hochwertig. Die Bilder kommen darin sehr gut zur Geltung. Beim Acrylcover war ich bis zur Bestellung noch sehr skeptisch, doch ein vollkommen in Leder gebundenes Produkt wäre mir schon etwas zu einfach gehalten. Als ich dann das Buch nach einer kleinen Verzögerung in Händen hielt war ich vom Cover mehr als überrascht. Die Tiefenwirkung ist einfach nur grandios. Das Buch wirkt überaus hochwertig und anziehend zugleich.

Einer meiner größten Kritikpunkte ist stets die Software der Hersteller. Ehrlich gesagt nimmt sich Cewe nicht viel zu Posterxxl. Doch bei Posterxxl kann man sich immerhin darauf verlassen, dass die Software bei größeren Projekten ständig abstürzt. Eigentlich hätte ich schon längst zu Adobe InDesign wechseln müssen – doch das Abo ist mir zusätzlich zu Photoshop und Lightroom definitiv zu teuer. Um auch den Vergleich aufrecht zu erhalten griff ich also auch beim neuen Fotobuch auf die Software des Herstellers.

Erstaunlicherweise setzt sich diese von den anderen Anbietern ab. Sie ist überaus professionell gegliedert. Eigene Layouts lassen sich ohne große Mühe erstellen und dennoch ist die Software selbst für den Laien verständlich und absolut einfach zu bedienen. Es macht also durchaus Spaß sein eigenes Fotobuch zu erstellen und es sogar etwas kreativer auszugestalten. Die teilweise echt knuffigen Vorlagen kann ich mir gut bei anderen Projekten denken.

Ich zumindest weiß jetzt schon mit wessen Software ich auch zukünftig weiter arbeiten werde. Saal Digital ist gewiss nicht der günstigste Anbieter für Fotobücher, aber das was ich bisher von der Firma gesehen habe spricht für sich, weswegen ich auch jetzt schon andere Produkte in Erwähnung ziehe. Da ich bislang nur meine Australien Tour Hell Yeah, Schnabelteah fertiggestellt habe muss auch noch ein Fotobuch für das restliche Jahr 2019 her. Dies wird jedoch kein Professional Line Fotobuch – das wäre mir dann persönlich schon etwas zu teuer –, wobei ich es zukünftig auch nicht ausschließen möchte; immerhin ist es mein bislang schönstes Fotobuch. Ich zumindest bin dankbar durch den Produkttest auf Saal Digital aufmerksam geworden zu sein.

Zipper-Dee-Doo-Dah in Cleveland


Da ich mich gerade beruflich in Ohio aufhalte, habe ich jetzt am Samstag die Chance genutzt den I-X Indoor Amusement Park in Cleveland zu besuchen. Bereits zum 30. mal findet die Kirmes im International Exposition Center (kurz I-X Center) statt. Der Name Amusement Park passt dank des einmaligen Eintrittspreises und des vielfältigen Showprogramms ganz gut, ansonsten aber handelt es sich um eine typische amerikanische Großkirmes. Der Clou an der Sache ist die Wetterunabhängigkeit der Kirmes und die Interaktion vieler Fahrgeschäfte mit der Hallendecke. 

Die meisten Fahrgeschäfte kommen dabei von der Baker Bros. Amusement Company. Rockwell Amusements, SwikaS Amusements und Reithoffer Shows stellen jeweils eine Achterbahn. Insgesamt kann die Kirmes sechs Achterbahnen vorweisen, drei davon für Kinder. Wichtiger für mich war es jedoch endlich mal einen Zipper zu fahren. 

Der Klassiker aus dem Hause Chance ist wie auch der Tilt-a-Whirl und Sizzler von keiner Kirmes in den USA wegzudenken – das Oval mit den Umlenkrollen an beiden Enden wurde seit dem Jahr 1968 immerhin gute 200 mal verkauft. Und auch auf europäischen Plätzen konnte man in der Vergangenheit schon Zipper antreffen; sie sind nur sehr selten.

Die Fahrt selbst gleicht der auf einem Top Spin: Es wird geschaukelt, gerollt und sich teilweise wild überschlagen. Nur eine Gondelbremse gibt es nicht; man überlässt also alles mehr oder weniger dem Zufall. Die Geschwindigkeiten während der Fahrt sind meist konstant: Der Hauptarm dreht sich mit sieben Umdrehungen in der Minute, während es die Stahlseile auf immerhin vier Umdrehungen schaffen. An den Umlenkpunkten folgt dann jedesmal ein kurzer Beschleunigungskick, der die Gondeln mit etwas Glück in eine ordentliche Rotation versetzt. Da man dabei nur durch einen komfortablen Beckenbügel gesichert ist, ist festhalten an den Haltestangen definitiv angesagt.

Dabei ist die Fahrt in den engen Käfigen definitiv nichts für großgewachsene Menschen. Bei Schuhgröße 46 hat man zudem Probleme die Füße ordentlich zu platzieren. Personen mit einem schwachen Magen werden durch die ganze Schaukelei – gerade gegen Ende der Fahrt – schnell an ihre Grenzen kommen. Der Zipper selbst ist jedoch ein Meisterwerk der Ingenieurskunst der späten 60er Jahre. Noch vor dem großen Loopingfieber der 70er Jahre stellte dieser die Kirmeswelt Überkopf. Schade nur, dass dieser Zipper hier an unseren Besuchstag ein wenig überschlagsarm unterwegs war. Am Ende schaukelten wir nämlich mehr, als das wir irgendetwas anderes gemacht hätten. 

Zum Glück gibt es im Indoor Amusement Park dafür aber noch genügend andere Möglichkeiten, wobei wir uns auf Grund des Andrangs nur auf dem Fabbri Kamikaze konzentrierten. Das italienische Fahrgeschäft bietet neben sekundenlanger Verweildauer am oberen Scheitelpunkt der Fahrt – trotz der Schulterbügel – auch wunderbare Hangtimemomente während der schnellen Überkopffahrt. Man hebt also wunderbar aus dem Sitz ab, während man im Tal wiederum ordentlich in diesen hinein gedrückt wird. Eine tolle Anlage, auch wenn der Bügelmechanismus ein wenig seltsam daherkommt und die Fahrt schlussendlich vielleicht doch etwas zu lang war.

Neben der kleinen Drehmaus aus dem Hause Zamperla und dem kleinen Pinfari gleich nebenan, sorgt vor allem eine Achterbahn für Adrealinschübe. Der kleine Wing-Coaster-Butterfly aus dem Hause A.R.M. Rides hat es nämlich faustdick hinter den Ohren. Nachdem man in den 16 Personen fassenden Zug Platz genommen hat geht es recht gemächlich eine viel zu steile Gerade empor. Am oberen Ende angekommen klinkt der Zug dann zügig aus, woraufhin man überaus schnell zu Boden stürzt. Der Übergang zwischen dem viel zu steilen Lift und der aufsteigenden Geraden danach ist dann jedoch das einzige Highlight, da hier der Name der Achterbahn ganz plötzlich zum Programm wird. Nachdem man nun die G-Force erlebt hat, pendelt man leider recht zügig wieder aus und kommt dann auch wieder zum Stehen. Irgendwie schade, dass die Anlage nicht von Sunkid Heege kommt; die Fahrt wäre dann sicherlich noch berauschender 😀 . 

Der I-X Indoor Amusement Park in Cleveland ist schon eine ziemlich coole Kirmes. Die Auswahl der Fahrgeschäfte ist durchaus ausgewogen und bietet für jeden Geschmack etwas. An unserem Besuchstag war der Indoor Amusement Park ziemlich gut besucht, das Wetter draußen war aber auch den ganzen Tag unter aller Sau. Wenn es etwas leerer ist kann man hier definitiv ziemlich viel Spaß haben, mir selbst hat die Kirmes sehr gut gefallen. Die Stimmung war toll und das Gimmick mit der Hallendecke wertet so gut wie jede Fahrt ziemlich auf.

O du fröhliche, o du seelige…


Es ist mal wieder soweit. Seit Anfang November befinden sich die meisten saisonal geöffneten Freizeitparks in der wohlverdienten Winterpause. Alle Freizeitparks? Nein! Einige ausgewählte starten nun noch einmal durch und präsentieren ihren Parkbesuchern eine weihnachtlich gestaltete Wunderwelt. Neben den bekannten Klassikern gibt es in diesem Jahr erstaunlich viele neue Events zu entdecken. Darüber hinaus gibt es immer mehr Joint Ventures aus Weihnachtsmarkt und Kirmes, die bereits heute mit ihrer Beschickung den Veranstaltungen im Sommer die Show stehlen können. 

Deutschland

In Deutschland konnten sich der Europa Park und das Phantasialand mit ihren Winteröffnungen durchsetzen. Während es in den ersten Jahren doch eher ruhig zu ging, so sind beide Parks mittlerweile recht gut besucht. Der Wintertraum im Phantasialand bietet mit seinen aufwändigen Shows und der dichten Beleuchtung eine hervorragende Möglichkeit den Park neu für sich zu entdecken. Darüber hinaus sind – mit Ausnahme der Wasserbahn River Quest – alle Fahrgeschäfte im Betrieb. Ähnlich sieht es seit diesem Jahr mit dem Europa Park aus.

Nach dem Erfolg des ersten Weihnachtsmarktes im Fort Fun Abenteuerland im letzten Jahr, findet auch in diesem Jahr der Fort Fun Xmas Market statt. Für einen geringen Eintrittspreis erwarten den Besucher ausgewählte Fahrgeschäfte, sowie eine winterlich geschmückte Westernstadt. Freunde rasanter Rundfahrgeschäfte kommen derweil beim ersten Cranger Weihnachtszauber voll auf ihre Kosten. Die Mischung aus Kirmes und Weihnachtsmarkt ist ein Novum im Ruhrgebiet. Zuvor gab es bereits in Berlin den Wintertraum am Alexa, der in diesem Jahr auf Grund von Bauarbeiten jedoch nicht stattfinden kann.

Für Freunde klassischer Weihnachtsmärkte empfiehlt sich in diesem Jahr der Weg nach Kassel, denn in der berühmten Treppenstraße baute in diesem Jahr der Schausteller Ruppert die erste Eisrutsche des Hersteller Wiegand Maelzer auf. Mit Schwung geht es – ganz ähnlich den Russischen Bergen (dem Vorgänger der Achterbahn) – über mehrere Wellen hinab.

Frankreich

Zu Weihnachten lockt in Frankreich vor allem Disney die Besucher in einen Freizeitpark. Ebenfalls ganzjährig geöffnet ist der Jardin d’Acclimatation im Bois de Boulogne, der in diesem Jahr massiv erweitert wurde und allerhand neue Fahrgeschäfte vorweisen kann. Wer jedoch nicht nach Paris reisen möchte, der kann in diesem Jahr erstmalig zur Winteröffnung im Cigoland vorbeischauen. Zu finden ist der sympathische Familienfreizeitpark im Elsass, nur wenige Kilometer vom Europa Park entfernt. 

Niederlande

In diesem Jahr feiert der Winter Efteling sein 20. Jubiläum. Die schönste Zeit des Jahres hat in Efteling eine ganz besondere Atmosphäre, die man keinesfalls missen sollte. Wen die eine oder andere Nachtfahrt auf Joris en de Draak nicht genug ist, der kann auch während der magischen Winterwochen im Toverland vorbei schauen. Die Holzachterbahn Troy steht während dieser Zeit den Parkbesuchern zur Verfügung, danach reduziert sich das Angebot wieder auf die beiden Hallen des Freizeitparks. 

Belgien

An der belgischen Küste zeigt sich das Winter Plopsaland auch in diesem Jahr von seiner besten Seite. Das Event, welches nun bereits zum zwölften Mal stattfindet, lädt geradezu zu unzähligen Fahrten auf den Achterbahnen Anubis und Heidi – The Ride ein. Gerade in Kombination mit dem Schwimmbad Plopsaqua lohnt sich ein Besuch zu dieser Jahreszeit. 

Dänemark

So traditionell wie der Freizeitpark Tivoli Gardens in der Nähe des Kopenhagener Hauptbahnhofs, so traditionell ist auch der Winter Tivoli. Interessanterweise gab es im Zeitraum von 2008 – 2013 mit Jul Expressen sogar eine eigene Achterbahn, die nur in diesem Zeitraum aufgebaut wurde. Aber auch ohne dieses Gimmick ist der Tivoli immer ein Besuch wert. In diesem Jahr wird es auch erstmals eine weitere Sonderöffnung im Februar geben. 

Schweden

Der Freizeitpark Liseberg in der schwedischen Stadt Göteburg öffnet auch in diesem Jahr seine Pforten zu Weihnachten. Eine ideale Gelegenheit sich das weihnachtliche Treiben der Stadt anzusehen und danach die ein oder andere Runde auf den Achterbahnen des Parks zu drehen. 

Italien

Auch in Italien laden gleich mehrere große Parks zu ihrer Winteröffnung ein. Der bekannteste dieser dürfte für viele das Gardaland direkt am Gardasee sein. Doch auch in der Nähe von Rom gibt es einiges zu bestaunen. Hier sticht vor allem der Filmpark Cinecittà World hervor, der mit seinen qualitativ sehr hochwertigen Filmkulissen, wie auch Fahrgeschäften absolut zu überzeugen weiß. Nur wenige Kilometer entfernt, unterhalten Seelöwen und Delphine, wie auch ein alter Looping Star aus dem Hause Schwarzkopf die Parkgäste des Tier- und Freizeitparks Zoomarine. Wer jedoch mit kleinen Kindern unterwegs ist, der sollte beim Freizeitpark Leolandia bei Mailand unbedingt vorbeischauen.

Spanien

Auch in Spanien dürften die Temperaturen ähnlich angenehm sein wie in Italien. Zum Winter zeigen sich die beiden größten Freizeitparks des Landes in ihrer vollen Pracht. Sowohl im Parque Warner bei Madrid, wie auch in den Freizeitparks der Port Aventura World bei Tarragona überzeugt das Event vor allem durch die groß angelegten Shows. Bis auf die Wasserattraktionen stehen in den Parks alle Fahrgeschäfte zur Verfügung. 

Vereinigtes Königreich

Der Winter auf der Insel ist vor allem durch die Winter Wonderland genannten Veranstaltungen geprägt. Die Fahrgeschäfte der Schausteller werden in dieser Zeit festlich geschmückt, teilweise sogar ganz neu gestaltet und eingehaust. Viele der Schausteller kommen aus Deutschland. Dabei ist das Winter Wonderland im Londoner Hyde Park zur wohl bekanntesten Kirmes in England herangewachsen, was unter anderem an dem regelmäßigen Gastspiel des München Loopings (oftmals jedoch Munich Looping genannt) – also unserem Olympia Looping – liegt. Eine weitere große Veranstaltungen befinden sich in Stoke-on-Trent. Wer hingegen auf Kirmes verzichten kann, jedoch von Weihnachtsmärkten absolut nicht genug bekommen kann, der darf auch gerne mal auf dem größten deutschen Weihnachtsmarkt in der Stadt Birmingham vorbeischauen. 

Zum February Half Term öffnen dann fast alle großen Freizeitparks im Vereinigten Königreich ihre Pforten. Dabei hat der Parkbesucher das Vergnügen bei zumeist eher unangenehmen Temperaturen die eine oder mehrere Runden auf ausgewählten Attraktionen zu drehen. Besonders wagemutige können dann eine Fahrt auf der Wildwasserbahn Valhalla im Blackpool Pleasure Beach wagen, von der man sich mit Sicherheit erst einmal mehrere Tage erholen muss.