Star Trek – Operation Enterprise


Der Movie Park Germany war schon immer einer meiner Lieblingsparks in Deutschland, dennoch war ich die letzten drei Jahre nicht mehr im Park. In dieser Zeit hat sich jedoch einiges getan: Der Intamin Rapids Ride Mystery River wurde zu Excalibur – Secret of the Dark Forest, die neue Achterbahn Star Trek – Operation Enterprise wurde eröffnet und die Themenfahrt Alien Encounter wurde zu Area 51 – Top Secret umgestaltet.

Letztere Neuheit war auch der Grund, warum ich meinen Besuch immer weiter nach hinten verzögert habe, denn ein Besuch im Movie Park Germany ohne eine Fahrt durch den Vulkan ist einfach nicht das gleiche. Statt durch eine Insel im Bermuda Dreieck geht es nun durch eine geflutete Mine mitten in der Wüste von Nevada. Wo es vorher einen klar definierten Spannungsbogen gab, gibt es nun nur noch eine belanglose und an den Haaren herbeigezogene Geschichte, welche auf den Szenen der Originalgeschichte basiert. Natürlich bringt man Außerirdische eher mit der Area 51 in Verbindung, als mit dem Bermuda Dreieck, doch eine Wasserfahrt in der Wüste ergibt halt einfach keinen Sinn – auch wenn es sich um die Groom Lake Air Force Base handelt (der Groom Lake ist ein trockener Salzsee).

Wenn man jedoch über die Geschichte hinwegsehen kann, erlebt man mit Area 51 – Top Secret die HD-Version einer in die Jahre gekommenen Themenfahrt und allein das ist schlichtweg wunderbar. Die Fahrt zeigt sich endlich wieder von ihrer besten Seite und weiß mit ihren zahlreichen Effekten zu überzeugen. Zwar hat sich am Verlauf und der Inszenierung im Inneren der Anlage kaum bis gar nichts geändert, doch die liebevolle audiovisuelle Frischekur zeigt ihre Wirkung. In dieser Hinsicht, danke Movie Park Germany für den Erhalt dieser Anlage!

Während das Alien Encounter zuvor immerhin noch die Geschichte der ursprünglichen Version aus dem australischen Freizeitpark Sea World Gold Coast erahnen ließ, sah es beim Mystery River nach dem Wegfall der Lizenz ganz anders aus. Die Bahn war nur noch ein Schatten ihrer selbst und konnte bis auf ihre Ride Hardware nur noch Bauschaum vorweisen. IMAscore und IMAmotion haben dann der alten Fahrt ein neues Leben eingehaucht und so wurde Mystery River zu Excalibur – Secret of the Dark Forest. Auch hier ist das Thema ein wenig generisch gehalten, doch die Fahrt selbst wurde definitiv aufgewertet. Die Queue ist nun wirklich gelungen und stimmt einen auf die Fahrt ein. Diese ist zudem mit neuen Figuren erheblich aufgewertet worden, auch wenn der Fokus hier eher auf der rasanten Fahrt durch den Strömungskanal liegt und weniger auf die Erzählung einer Geschichte.

Anders sieht es dann bei Star Trek – Operation Enterprise aus, wo das Gesamterlebnis den ursprünglichen Gedanken des Filmparks aufgreift und somit eine recht runde Geschichte erzählt wird. Hierfür wurde der ehemalige Marienhof zur Federation Plaza umgestaltet und das einst vorhandene – von den Besuchern aber kaum beachtete – Filmmuseum geräumt, um zukünftig die Warteschlange samt Replik der Brücke des Raumschiffs Enterprise darin unterzubringen. Die extern gelegene Station erreicht man dann über einen schmalen Korridor.

Nachdem man dann in dem Zug Platz genommen hat kann die Fahrt auch gleich beginnen. Über ein Transfergleis wird man jedoch erst einmal auf die eigentliche Fahrstrecke geschoben.  Da dieses jedoch keine LSM Module aufweisen kann wird man erst recht sanft nach vorne geschoben, ehe man in den Launchabschnitt fährt und langsam beschleunigt wird. Hierauf erklimmt man das erste Element in etwa bis zur Hälfte ehe man die Richtung umkehrt und anschließend deutlich rasanter beschleunigt wird. Auf der Rückseite des Transfergleisgebäudes schießt man nun die Twisted Halfpipe empor, einem leicht verdrehten vertikalen Streckenabschnitt. Auch hier ändern wir die Richtung und rasen ein drittes Mal durch die Beschleunigungsstrecke. Mit nun 90 km/h rasen wir den Top Hat empor und werden sogleich ein wenig aus unseren Sitzen gerissen. Nach einem druckvollen Tal erklimmen wir einen Immelmann und sehen dabei die Welt zum ersten Mal überkopf. Hieran schließt sich sogleich eine Heartline Roll an, welche in eine weitere Sturzfahrt übergeht. Nach einer zackigen Kurve oberhalb des Transfergleisgebäudes durchrasen wir den Borg-Kubus und leiten sogleich den zweiten Teil unserer Rettungsmission ein. Überaus bodennah geht es nun über mehrere kleineren Hügel und anschließend durch eine knackige Linkskurve. Überaus geschmeidig geht diese dann in die letzte Inversionsfigur der Fahrt, einer Zero-G Roll, über. Direkt im Anschluss erreicht unsere Mission auch schon ihr Ende. Nach der Bremsstrecke folgt nur noch eine kurze Rechtskurve ehe wir uns wieder in der Station der Anlage wiederfinden.

Star Trek – Operation Enterprise ist eine wirklich nette Achterbahn aus dem Hause Mack Rides. Die Fahrt durch das kompakte Layout kann einige richtig nette Elemente aufweisen, die allesamt mit einem guten Pacing durchfahren werden. Sie ist zwar nicht die kraftvollste Achterbahn und der Triple Launch (also der dreifache Abschuss) ist bestenfalls ein nettes Feature; doch das Gesamtpaket kann sich sehen lassen. Star Trek – Operation Enterprise ist zumindest eine sehr familienfreundliche Abschussachterbahn und fügt sich in dieser Hinsicht perfekt in das Portfolio des Parks ein.

Was mir persönlich jedoch missfällt, ist der neue Themenbereich rund um die Achterbahn. Die Federation Plaza sieht nackt aus und wirkt keineswegs so einladend, wie die restliche Gestaltung des Parks. Hier hätte man mehr herausholen können und auch sollen.

Nichtsdestotrotz sind alle Neuheiten der vergangenen Jahre überaus gelungen und lassen einem mit freudigen Blick in die Zukunft des Movie Park Germany schauen – auch wenn ich mir die neue Gestaltung des Vekoma SLCs mit dem fortan überaus sperrigen Namen Lucky Luke – The Ride: Die Daltons brechen aus ehrlich gesagt kaum vorstellen kann. Zumindest darf man gespannt sein und das ist ja auch schonmal ein Anfang.

 

Was ist eure Meinung zu den letzten drei Neuheiten im Movie Park Germany? Wie gefallen euch Excalibur – Secret of the Dark Forest, Star Trek – Operation Enterprise und Area 51 – Top Secret? Schreibt es einfach hier unter dem Bericht ins Kommentarfeld oder besucht unsere Social Media-Kanäle:

 

          


Auf der Suche nach Dr. Carter im Lost Temple


Aufgrund langer Warteschlangen im und vor allem vor dem Wunderland Kalkar musste ich einen erdachten Trip zu einigen niederländischen Parks leider kurzfristig fallen lassen, da jedoch im Umkreis von rund 70 km mit dem Lost Temple die letzte, noch ungetestete, deutsche Neuheit in diesem Jahr wartete war dieses aber durchaus zu verkraften. Zu meiner eigenen Überraschung bekam ich statt der erhofften 50% Rabatt, durch meine Fort Fun Jahreskarte, eine Freikarte in die Hand gedrückt, so dass sich der Weg in den Movie Park bereits zu dem Zeitpunkt gelohnt hat, obgleich es dank dem ersten sonnigen Wochenende seit Wochen unerwartet voll war (aber das war Kalkar ja leider auch).

Im Park angekommen konzentrierte ich mich zuerst um das Pflichtprogramm, so dass der Weg direkt zur diesjährigen Neuheit, dem Simworx Immersive Tunnel Lost Temple, führte. Die Wartezeit hielt sich glücklicher Weise in Grenzen, so dass ich nur einige Minuten auf den Fahrstuhl warten musste, dabei nervte die, in drei Sprachen abgehaltene, Sicherheitsbelehrung sehr, zumal sie bei jeder zweiten  Ladung vollkommen ausreichen würde. Endlich im Fahrstuhl angekommen geht es nach einer weiteren Ansprache relativ langsam und mit eher einfachen Effekten hinab, wobei selbst der Fahrstuhl beim reisenden Geisterhaus Psycho mit den asynchron laufenden Rollen überzeugender wirkt. Zu meiner eigenen Verwunderung war der Fahrstuhl dann auch tatsächlich einer, und so trat man nach Verlassen der Gondel in einer anderen Umgebung aus, welche thematisch durch und durch überragend gestaltet ist. Relativ zügig ging es nun durch die leere Queue, welche gleich im ersten Raum eine heiße Überraschung aufweisen konnte, bis man durch eine Kette gestoppt wird. Nun passierte minutenlang absolut gar nichts, was durchaus als negativ zu nennen ist, immerhin gab es nicht einmal Anzeichen von einem Mitarbeiter. Mittels einfacher Möglichkeiten könnte man die Wartezeit in diesem Teil der Queue angenehmer gestalten, sei es auch nur durch eine ablaufende Zeituhr. Nach der nun bereits längeren Wartezeit bekam man eine 3D Brille in die Hand gedrückt, woraufhin man nochmals eine Sicherheitsbelehrung in drei Sprachen anhören durfte. Im darauffolgenden Raum wurde man dann endlich in die Sitzreihen eingeteilt und eine Preshow wurde durchgeführt. Als man dann endlich in den Wagenverbund boarden konnte verzögerte sich die Abfahrt nur noch durch die langsame Abfertigung.

Kurz nachdem die Wagenseiten heruntergeklappt wurde setzte sich der Wagenverbund in Bewegung und so fuhr man in den Lost Temple hinein. Kurz darauf wurde der Film gestartet, bei dem es sich trotz der statischen Position stets so anfühlte als würde man nach vorne beschleunigen. Hier zeigt sich dann auch die Stärke des Systems, denn von der eigentlichen Technik kann man an diesem Großraumsimulatoren absolut nichts bemängeln. Die Bewegungen sind allesamt flüssig und gut auf einander abgestimmt, weswegen einem glücklicher Weise nicht so schnell schlecht wird, wie bei den einfacheren 4D Simulatoren in diversen Freizeitparks. Der Film ist teilweise scharf, meist aber sehr schwammig, der 3D Effekt kann dabei kaum punkten, eher verschlechtert er das Bild massiv. Die eigentliche Story ist dabei sinnbefreit und lässt sich mit der Story des Computerspielklassikers Tomb Raider II vergleichen, immerhin hatte man dort auch eine tempelartige Umgebung mit Dinos.

Zwar sind Dinosaurier seit dem Ende der 90er Jahren, spätestens jedoch kurz nach dem dritten Jurassic Park Film, ausgestorben, aber das hat einige Kleinparks, wie dem Erse Park oder der Tolkschau, nie interessiert. Dass nun jedoch ein Großpark, wie der Movie Park Germany, versucht auf die Dino Schiene aufzuspringen ist seltsam, in Betracht auf einem vierten Teil der Jurassic Park Serie aber durchaus sinnvoll, immerhin kann man bis zum Filmstart nächstes Jahr die Filmqualität seiner eigenen Attraktion sicherlich noch überarbeiten, so dass man als Vorreiter und zugleich Trittbrettfahrer einige Besucher für das Thema begeistern kann.

Der Lost Temple ist zumindest von der technischen Seite her ein sehr interessantes Fahrgeschäft, welches nur von der mangelnden Qualität seines Hauptfilms Einbußen erleidet. Da dieses aber ein durchaus einfach zu handhabendes Problem darstellt bin ich mir sicher, dass die Attraktion in einigen Jahren (sofern nicht schon im nächsten Jahr) einen deutlichen Qualitätssprung vollziehen kann. Die meisten Besucher gehen zwar bereits jetzt schon zufrieden aus der Anlage, nur ein kleiner Junge war enttäuscht, immerhin waren die Dinosaurier ja nicht echt. Neben den ganzen, größeren, Neuheiten in diesem Jahr kann sich der Lost Temple zumindest gegenüber Arthur – the Ride aus dem Europa Park behaupten, die Konkurrenz war in diesem Jahr mit Flug der Dämonen, Chiapas und Sky Scream auch überaus stark.

 

Was ist eure Meinung zum Immersive Tunnel Lost Tempel? Schreibt sie einfach hier unterm Bericht ins Kommentarfeld oder aber auf unseren Social Media Kanälen.

 

          


Van Helsing’s Factory Speciaal


Am 18.06.2011 gab es die offizielle Eröffnung der neuen Achterbahn Van Helsing’s Factory aus dem Hause Gerstlauer im Movie Park Germany. Ein Grund für mich den langen Weg aus Hamburg in Kauf zu nehmen und die Achterbahn zu testen.

Kurz vor 10 erreichte ich den Park und machte mich auf den Weg um bis zur Eröffnung vor der neuen Anlage zu warten. Da sowohl David, Thomas, und ein paar andere Leute auf die selbe Idee kamen dauerte es dank netter Gespräche untereinander glücklicher Weise nicht so lang bis um kurz nach 11 der Parkchef aus dem Haus kam und die Show begann.

Der Park zeigte eine zur Story der Bahn passende Stuntshow bevor es zur Schlüsselübergabe der Fabrik an Wouter Dekkers ging. Van Helsing, der in letzter Zeit erhöhte Vampiraktivität in Deutschland aufzeichnen konnte, ist ziemlich glücklich seine Fabrik im Park errichtet zu haben um dort seine ultimativen Vampirabschlachtwagen herzustellen. Da jedoch Draculas Armee nicht wartet geht es auch gleich in einen der Wagen auf die Fahrt.

Nachdem man in einer kurzen Zwischensequenz von Van Helsing aufgefordert wird eine Waffe zu wählen geht es auch schon auf den Kettenlift. Durch eine kleine Dachluke erfahren wir das es Vollmond ist und siehe da der erste Vampir ist schon da. Es folgt die für einen Bobsled Coaster so charismatische Kurvenabfahrt, gefolgt von den wohl intensivsten Mauskurven die man sich in vollkommener Dunkelheit so denken kann. Um das ganze noch abzurunden wurden zwischendurch noch kleine Drops eingebaut.

Nach diesem irrsinnigen ersten Teil geht es auch schon auf den zweiten Lift. Von der Seite kommen Animatronics und ein riesiger Vampir wartet schon auf uns. Es folgt eine Helix und einige ziemlich bescheuerte Umschwünge, wie man sie von Gerstlauer in der letzten Zeit gewohnt ist. Kurz darauf geht es mit viel erstaunlich viel Geschwindigkeit in die Schlussbremse der Achterbahn.

In abschließender Sicht auf Van Helsing’s Factory muss man sagen das der Movie Park endlich alles richtig gemacht hat. Die Thematisierung der Anlage ist ein Meisterwerk, so auch die von Gerstlauer produzierte Achterbahn. Die Fahrt macht einfach nur Spaß und ist trotz ihrer vergleichsweise geringen Höhe und Geschwindigkeit verdammt rasant und intensiv unterwegs.

 

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