Allgemeine Informationen Belantis


Freizeitpark:Belantis (seit 2003)
Adresse:Zur Weißen Mark
04249 Leipzig
https://www.belantis.de
Betrieb:Parques Reunidos

Belantis am Rande der Stadt Leipzig in Sachsen ist einer der größten Freizeitparks in Deutschland. Der 2003 erbaute Freizeitpark ist das Produkt einer großen Marktforschungsinitiative und zahlreicher investitionsfreudiger Radiosender und anderer Investoren, die die Grundlage für einen größeren, modernen Freizeitpark in Mitteldeutschland vorhanden sahen. Somit entstand in Rekordzeit der Freizeitpark Belantis auf der Fläche eines ehemaligen Braunkohletagebaus.

Fun Fact #1: Durch seine Lage bietet der Götterflug seinen Fahrgästen eine besonders waghalsige Fahrt, denn diejenigen, die die Flügel des interaktiven Fahrgeschäfts in der richtigen Stellung bereitshalten, werden mit durch die Hilfe des vorhandenen Winds ordentlich durch die Luft gewirbelt. was zu zahlreichen Überschlägen führt.

Fun Fact #2: Der Fluch des Pharao ist die einzige Wildwasserbahn ihrer Art. Die Fahrt entlang und durch die Pyramide kann zahlreiche Besonderheiten aufweisen und sollte daher keineswegs ausgelassen werden.

Belantis (2015)

Als zweiter Stopp auf meiner kleinen Ost-Deutschlandtour am verlängerten Wochenende ging es nach Leipzig um dort im Freizeitpark Belantis die neue Achterbahn Cobra des Amun Ra zu testen. Die Familienachterbahn des Herstellers Gerstlauer wertet den Bereich um die Wildwasserbahn Fluch des Pharao deutlich auf und kann darüber hinaus eine wirklich gute Fahrt aufweisen.

Generell hat mir mein Besuch im Freizeitpark Belantis wieder einmal richtig gut gefallen, auch wenn ich dieses Mal leider auf den Götterflug verzichten musste.

 

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Der Biss der Cobra des Amun Ra


Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich den Leipziger Freizeitpark Belantis mit seinem sommerlandähnlichen Charakter und seinem beinahe schon zu freundlichen Personal mag. Neben seinem guten Portfolio an Fahrgeschäften sind es gerade die kleinen Attraktionen am Wegesrand, die der Park scheinbar in Perfektion beherrscht, welche ein gelungenes Ambiente erzeugen und in Verbindung mit dem recht angenehmen Publikum des Parks die Verweildauer innerhalb des Parks positiv prägen. Klar ist an dem Planpark aus dem Jahr 2003 nicht alles perfekt, so fehlt es beispielsweise immer noch an einem Rundlauf ohne Sackgasse und an den einen oder anderen Baum, aber es ist zumindest nichts, was man in den kommenden Jahren nicht verbessern könnte. Immerhin hat man in den letzten zwei Jahren gezeigt, dass man doch ein wenig investitionsfreudiger sein kann als in den Jahren zuvor. Hierdurch hat der Bereich um die Großachterbahn Huracan ein wenig sein Inseldasein verloren, obgleich der kleine 23m lange Kiddy Racer des Herstellers Gerstlauer nur als Einstiegsachterbahn für die ganz Kleinen dient, was zugegebenermaßen sehr niedlich ist beim Zugucken. Für größere Kinder eignet sich die diesjährige Neuheit, die Achterbahn Cobra des Amun Ra im ägyptischen Themenbereich des Parks, dann schon eher.

Hierbei handelt es sich um eine baugleiche Anlage der Achterbahn Dragon Fly aus dem niederländischen Freizeitpark Duinrell, welche jedoch wunderbar in Szene gesetzt wurde. Die Station und ein Großteil der Warteschlange befinden sich dabei im Inneren einer Tempelanlage, welche einen durch die wirren Gänge im Inneren schon ein wenig das Gefühl der räumlichen Lage beraubt. Der Lichteffekt der einstürzenden Säulen und Wände gegen Ende der Warteschlange ist brillant, die türkische Weihnachtsbeleuchtung zuvor aber kaum. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das schnell wechselnde Lichtspiel bislang keine Opfer zu Tage trug, denn ohne eine Warnung auf die Möglichkeit eines epileptischen Anfalls sollte die Warteschlange eigentlich nicht freigegeben werden, zumal viele Probleme gerade bei jüngeren Kindern oftmals noch nicht bekannt sind. Unvorteilhaft ist leider auch die Lage der Station, da diese mit dem vorderen Zugteil beginnt, wodurch eher selten Personen nach hinten vorrücken.

Nachdem der Zug beladen und abgefertigt wurde setzt sich der Wagenverbund in Bewegung und verlässt das Stationsgebäude in einer Linkskurve. Nach einer kleinen Rechtskurve folgt der Lifthügel der Anlage den man auch relativ zügig erklimmt. Nach einer kurzen Geraden verlässt man diesen in einer stark abfallenden Linkskurve, woraufhin sich eine aufgeständerte Wende anschließt. Direkt darauf wagt man sich sogleich in ein bayernkurvenähnliches Streckengebilde mit recht hohen Hügeln und tiefen Tälern. Voller Schwung vollzieht man nun mehrere kurze Richtungswechsel und unterquert kurzzeitig den Lifthügel nur um kurz darauf eine abwärtsführende Linkshelix zu durchfahren. Alsbald sind die Bremsen erreicht und in einer kurzen Linkskurve erfolgt der Rückweg in die Station, die man durch eine Nebelwand erreicht.

Die Cobra des Amun Ra ist eine astreine Familienachterbahn mit einem tollen dynamischen Verlauf und somit angenehmen Wechselspiel der Beschleunigungen. Im Gegensatz zur größeren Achterbahn desselben Typs TNT – Tren de la Mina aus dem spanischen Vergnügungspark Parque de Atracciones de Madrid, welche stark an den Youngster Coastern und somit dem Konkurrenzprodukt der Firma Mack angelehnt ist, verliert sich die Anlage kaum in den Richtungswechseln gegen Ende der Fahrt, wodurch hier die bessere Fahrt geboten wird.  Einzig die geringere Kapazität verhindert mehrere Wiederholungsfahrten.

 

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