{:de}Einmal Safaripark ohne Alles{:}{:en}A Safari Park without anything{:}

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Der Badoca Safari Park ist einer der Parks die ich im Grunde nur über Parkscout.de kenne, da dort vor einigen Jahren mal in einer Meldung von einem neuen Hafema Rafting berichtet wurde, das war jedoch auch die Zeit als das Portal ab und zu mal etwas interessantes berichtete und eine lesenswerte Kolumne bot. Nun einige Zeit später verpasste ich auf dem Hinweg gnadenlos die Einfahrt zum Gelände, aber wer soll auch schon auf die Idee kommen, dass das Gelände nicht anständig erschlossen wurde und der Sandweg tatsächlich die Auffahrt zum Gelände darstellt. Kilometerweit folge keine Abfahrt und mein Navi, welches in diesem Land, trotz aktuellem Kartenmaterial, eh nutzlos ist wollte mich auf nicht existierende Straßen schicken. Irgendwann ergab sich die Möglichkeit zu wenden und so fuhr ich nun eines besseren belehrt auf das Gelände.

Am Park angekommen wurde ich mit den bescheuerten Öffnungs- und Showzeiten konfrontiert, so dass ich eigentlich gleich hätte umkehren sollen, denn weder das gerade 15 Minuten lang geöffnete Rafting, noch die Safari war in meinen Zeitplan möglich gewesen. Dennoch wollte ich mir den Park mal etwas genauer ansehen und so störte es keinem das ich den Park 30 Minuten vor der offiziellen Öffnung schon halb erkundet hatte.

Es ist wirklich kein gutes Omen als Safaripark kaum Tiere vorweisen zu können, noch viel schlechter sieht es aus, wenn man großzügig ausgelegte Anlagen einfach nicht bestückt. Die zwei kleinen Volieren sind dabei noch eher als das tierische Highlight anzusehen, denn immerhin sind Vögel generell interessant und Aras einfach nur toll zuzusehen. Auch beim Beobachten der Lemuren und Wallabys kann einige Zeit vergehen.

Der Weg über die Brücke zur Safari macht nur Sinn wenn man tatsächlich diese binnen weniger Minuten antreten möchte. Sie hat eine Länge von 45 Minuten und ist somit in etwa doppelt so lang wie Chessington Worlds of Adventures Zufari, durch das waldige Gebiet aber nicht so dicht bestückt. Ob man überhaupt Tiere zu Gesicht bekommt ist eine Frage die ich nicht beantworten kann, sicherlich macht die Safari aber den wichtigsten Teil eines Besuchs in diesem Park aus, denn viel mehr gibt es im Park ja eh nicht.

Trotz diesen Umstand gelingt es den Park dennoch sehr lange Wege zu erzeugen in dem man beispielsweise die Ilha dos grandes primatas unweit der Hauptstraße und somit am Arsch der Welt platziert. Dort waren zwei der drei großen Gehege mit Tieren bestückt und auch nur in sehr kleinen Populationen, auch war der Gärtner hier scheinbar lange nicht mehr unterwegs gewesen, denn irgendwie wucherte hier alles.

Das Rafting macht mittlerweile Werbung für Coca Cola und scheinbar sonst nicht mehr viel. Die zwei Euro die man hier für die Fahrt verlangt kann man gewiss noch irgendwie nachvollziehen, aber eine Öffnungszeit von 14h45 – 15h00 nicht wirklich. Leider ist zudem der Streckenverlauf von außen kaum einsehbar, scheinbar verpasst man aber nichts wenn man es nicht mitnehmen würde.

Zu guter Letzt sah ich mir noch die ersten Minuten der Greifvogelschau an, bei der wenige Vögel unter sehr viel portugiesischen Blabla gegebenenfalls mal vorgestellt wurden. Genervt über die schlechte Soundqualität der Show und wegen der eh nicht vorhandenen Sprachkompetenz meinerseits, verließ ich die Show frühzeitig und machte mich entspannt auf den Rückweg zum Porto Airport.

Der Badoca Safaripark hat sicherlich seine besten Zeiten schon weit hinter sich. Fehlende Werbung, selbst kurz vor dem Park, fehlende Tiere und bescheuert gelegte Öffnungszeiten der Attraktionen sprechen nicht gerade für den Park. Dabei wird noch versucht aus jeglicher Möglichkeit Geld zu generieren, obgleich eine Segwaysafari sicherlich eine lustige Sache ist. Potential zumindest hatte der Park irgendwann mal, aber man zeigt nur wieder einmal viel zu deutlich wie man es nicht machen sollte.

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A few years ago parkscout.de reported in a message of a new Hafema rafting located in the Badoca Safari Park. Sometime later, I mercilessly missed the exit to the site, as the sand road next to the main road is actually the driveway to the park. A short time later, I turned around and followed the sandy way to the park entrance.

Arriving at the park, I was confronted with the stupid opening and show times. Basically, I should have turned around right away, as neither the just 15 minutes long opened rafting, nor the safari had been possible in my schedule. Nevertheless, I wanted to take a closer look at the park. Intressentingly, it did not bother anyone that I had half explored the park 30 minutes before the official opening.

It is not really a good omen that a safari park is hardly able to show any animals. Much worse, it looks that the generously designed enclosures were not used within the past years.. The two small aviaries can be regarded as the animal highlight, as birds are generally interesting and macaws are just great to watch and interact with. Watching the lemurs and wallabies can take some time too, but that’s basically all to see within the park.

The way across the bridge to the safari makes only sense if you actually plan to do it within the next minutes. It has a length of 45 minutes and is therefore about twice as long as Zufari in Chessington Worlds of Adventures. Whether you even get to see animals is a question that I can not answer, but certainly the safari is the most important part of a visit to this park, because there is not much more to do in the park anyway.

Despite this circumstance, the park still manages to create very long paths by, for example, placing the Ilha dos grandes primatas near the main road and thus at the other end of the park. There, two of the three large enclosures were stocked with animals in very small populations. As the nature took overhand, a gardener is obviosly missing.

The rafting is now advertising for Coca Cola and apparently not much else. The extra charge of 2€ per Person is somehow understandable, but an opening time of 14h45 – 15h00 not really. Unfortunately, most of the ride is hardly visible from the outside, but apparently you miss nothing if you would not take a ride on it.

Last but not least, I looked at the first few minutes of the bird of prey show, in which a few birds were presented. Annoyed by the bad sound quality of the show and my lack of language skills, I left the show early and relaxed on the way back to Porto Airport.

The Badoca Safari Park has certainly left its best times far behind. Lack of advertising, even just before the park, missing animals and stupidly set opening hours of the park’s attractions just do not speak for the park. Currently, it is trying to generate money from anything, e.g. from an upcharge Segwaysafari. At least the park had some potential at some point in the past, but once again it clearly shows how to not to do it.

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