{:de}Allgemeine Informationen Wilhelma{:}{:en}General Information Wilhelma{:}

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Tierpark:Wilhelma Zoologisch-botanischer Garten (ab 1953)
Wilhelma (1846 - 1952)
Adresse:Wilhelmaplatz 13
70376 Stuttgart
http://www.wilhelma.de
Betrieb:Land Baden Württemberg

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Animal Park:Wilhelma Zoologisch-botanischer Garten (since 1953)
Wilhelma (1846 - 1952)
Address:Wilhelmaplatz 13
70376 Stuttgart
http://www.wilhelma.de
Operated by:Land Baden Württemberg

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{:de}Auf Wanderschaft in der Wilhelma{:}{:en}Wandering around the Wilhelma{:}

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Der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart hat seinen Ursprung im Jahr 1829, wobei dort weder die Botanik und Zoologie eine Rolle spielten, vielmehr plante der damalige König von Württemberg Wilhelm I ein Badhaus im Schlosspark des Schloss Rosensteins, nachdem einige Mineralquellen gefunden wurden. Auf Grund der hohen Kosten dauerte es einige Jahre bis zum ersten Spatenstich im Jahr 1842, wo auf Anraten des Architekten Karl Ludwig von Zanth aus dem Badhaus das Maurische Landhaus geworden ist. Zur Hochzeit des Kronprinzen im Jahr 1846 wurde dann die Wilhelma, welche nun aus mehreren Gebäuden, Pavillons und Gewächshäuser bestand, offiziell eingeweiht.

Nach der Auflösung des württembergischen Hofes ging die Wilhelma 1918/19 in Staatsbesitz über, weswegen die Anlage dem Land Baden-Württemberg zugehörig ist. Fortan war die Wilhelma als botanischer Garten der Öffentlichkeit zugänglich und wurde sogar im Jahr 1939 als Teil der Reichsgartenschau genutzt. Schwer beschädigt durch Bombeneinschläge im Jahr 1944 wurde die Anlage 1949 wiedereröffnet.

Mit der Wiedereröffnung zogen auch die ersten Tiere in die Parkanlage ein, so präsentierte man in den folgenden Jahren eine Aquarien- und Vogelschau, sowie verschiedene Tierausstellungen unterschiedlicher Thematik, wodurch sich die Anzahl der Tiere nach und nach summierte und sich somit im Jahr 1953 ein zoologischer Garten bildete.   

Mit der Zustimmung des Baden-Württembergischen Landtages über den weiteren Ausbau der Wilhelma zum zoologisch-botanischen Garten im Jahr 1961 entstanden neue Bauten, welche auch heute noch die Parklandschaft maßgebend prägen. Somit haben die Gehege größtenteils den Charme eines Zoos der 70er Jahre und nur vereinzelt kommt ein Lichtblick zu Tage. Obwohl einige Gehege sehr interessant aufgebaut sind, steht man dann doch größtenteils vor trostlosen Zäunen und durchläuft noch trostlosere Tierhäuser. Wirklich schön und modern sind hingegen die Gehege ab den 90er Jahren, wo man eher auf eine artgerechte Tierhaltung gesetzt hat. Besonders Eindrucksvoll sind dabei das Afrikanische Menschenaffenhaus und das Amazonienhaus. 

Die Wilhelma bietet eine wunderschöne, wenn gleich auch leicht unübersichtliche Parkanlage, wo man allein durch die topographischen Begebenheiten etwas länger unterwegs ist. Trotz seiner 2,4 Millionen Besucher im Jahr ist das gastronomische Angebot im Park überschaubar und netterweise am untersten, wie auch am obersten Punkt des Parks vorhanden. Wenn man in dieser Hinsicht an die minder besuchten, aber überragenden, Zoos in Hannover und Hamburg denkt ist der Zustand leicht verwunderlich. Ebenso scheint der einzige ländergeführte Zoo in Deutschland leicht träge im Ausbau seiner alten Gehege zu sein, was aufgrund seiner Besucherzahlen eigentlich nicht sein dürfte. Auf der anderen Seite hingegen ist der Eintrittspreis zur Wilhelma günstig, weswegen sich ein Besuch im zweitartenreichsten Zoo Deutschlands durchaus lohnt.

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The zoological and botanical garden in Stuttgart has its origin in the year 1829, where neither the botany and zoology played a role. The king of Württemberg Wilhelm I planned a bath house in the park of rosenstein’s castle after some mineral springs were found. Due to the high costs, it took a few years until the groundbreaking ceremony in 1842. On the advice of the architect Karl Ludwig von Zanth, the bath house became the Moorish country house. For the wedding of the crown prince in 1846, the Wilhelma, which now consisted of several buildings, pavilions and greenhouses, was officially inaugurated.

After the dissolution of the Württemberg court the Wilhelma went into state ownership in 1918/19.. From then on, the Wilhelma was open to the public as a botanical garden and was even used in 1939 as part of the Reichsgartenschau. Heavily damaged by bombing in 1944, the park was reopened in 1949.

With the reopening, the first animals moved into the park. In the following years an aquarium and bird show, as well as various animal exhibitions of different subjects were presented. The number of animals gradually added up and thus in 1953 a zoological Garden formed.   

With the approval of the Baden-Württemberg state parliament on the further expansion of Wilhelma to the zoological and botanical garden in 1961, new buildings were created, which still characterize the park landscape today. Thus, the enclosures have mostly the charm of a zoo of the 1970s. Although some enclosures are built very interesting, you mostly look at dismal fences or walk through dreary animal houses. Really nice and modern, however, are the enclosures from the 1990s onward, where species-appropriate animal husbandry is respected. Particularly of interest are the African ape house and the Amazon house. 

The Wilhelma is a beautiful, albeit slightly confusing park, where you automatic stay slighly longer then expected due to the topographical location of the park. Despite its 2.4 million visitors a year, the gastronomic offer in the park is manageable and nice at the bottom, as well as at the top of the park. In this regard, if you look at the less visited, but outstanding, zoos in Hannover and Hamburg the state is slightly surprising, e.g. the only country-led zoo in Germany seems to be slightly sluggish in the renovation of its old enclosures. On the other hand, the entrance fee to Wilhelma is favorable, which is why a visit to Germany’s second species-richest zoo is worthwhile.

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