Allgemeine Informationen Seilbahnen Thale Erlebniswelt


Alpine Coaster:Harzbob (seit 2000)
Teil der Seilbahnen Thale Erlebniswelt
Adresse:Goetheweg 1
06502 Thale
http://seilbahnen-thale.de
Betrieb:Wiegand Erlebnisberge GmbH

Die Seilbahnen Thale Erlebniswelt ist ein auf vier Areale aufgeteilter Freizeitpark in Thale, Sachsen-Anhalt. Als der größte Erlebnisberg der Firma Wiegand bietet die Erlebniswelt eine große Anzahl an familienfreundlichen Fahrgeschäften und Erlebnissen, darunter selbstverständlich viele Produkte aus dem eigenen Hause. 

Fun Fact: Der Hexenbesen im Fun Park 2 ist der erste Flying Coaster in Deutschland!

Mit dem Hexenbesen über die Bode


Die Wie-Hex Anlagen gehören sicherlich nicht zu den beliebtesten Produkten des Herstellers Wiegand, welcher vor allem für seine Rodelbahnen und Stahlwannenrutschen bekannt ist, dennoch wurde in diesem Jahr mit dem Boderitt ein Hexenbesen der zweiten Generation in einer bemerkenswerten Ausführung im zweiten Funpark der Seilbahnen Thale Erlebniswelt, nahe der Gondelbahn hinauf zum Hexentanzplatz und in unmittelbarer Nähe zum Hexenbesen der ersten Generation, errichtet.

Etwas später als gedacht erreichte ich die, von Wiegand selbst betriebene, Erlebniswelt im Bodetal, nur um dann doch deutlich zu früh am Boderitt zu stehen. Obwohl die Öffnungszeiten eindeutig waren hatte der neue Wie-Hex nicht einmal seine Testrunden absolviert, schlimmer noch, es wurde noch gar nicht damit begonnen. Erst auf Nachfrage setzte man die Anlage in Bewegung, doch es war deutlich kälter als gedacht und die Wagen taten sich schwer daran die Strecke überhaupt zu schaffen. Nach fast einer Stunde setzte dann ein Techniker nach zahlreichen Versuchen die Anlage in Betrieb.

Mit komplett umgekrempelten Tagesverlauf konnte ich mich in den, bereits aus der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe bekannten, Vehikel Platz nehmen. Nachdem man die notwendigen 3 Chips eingeworfen hat, setzt sich der Wagen auch sogleich in Bewegung und erklimmt den ersten Lifthügel. Ohne spürbaren Ausschlag vollzieht man eine Linkskurve und daraufhin einen kleinen Schlenker entlang der Terrasse des Restaurants. Nach einer weiteren Linkskurve wird man in der darauffolgenden Rechtskurve beinahe bis zum Stillstand abgebremst; denn der zweite Lifthügel naht. Erneut auf einer höheren Ebene folgt nach einem weiteren Schlenker ein serpentinenartiges Kurvenspiel, welches ein wenig rasanter befahren wird, woraufhin der dritte Lifthügel erreicht ist. Auch diesen verlässt man in einer Linkskurve, an der sich eine weite Rechtskurve anfügt. Wenig überraschend erreicht man nach einem weiteren Richtungswechsel den finalen Lift. Das nun folgende Gefälle ist ein wenig ausgeprägter und auch die zwei Kurven haben nun einen engeren Radius, wodurch die Gondel ein wenig mehr schwingt. Doch auch hier wird man zu schnell wieder abgebremst und kriecht folglich der Ausstiegsposition entgegen.

Der Boderitt ist nur wegen seiner Größe bemerkenswert, an der Fahrt liegt dieses leider nicht. Im Vergleich zum Hexenbesen der Wasserkuppe sind die Schwingungen kaum noch vorhanden, weder nach vorn oder hinten wippend noch zur Seite ausschlagend. Zugegebenermaßen war die Anlage zu dem Zeitpunkt sicherlich noch nicht ausreichend eingefahren und dadurch die Ausschlag evtl. deutlich geringer als am späten Nachmittag; aber das macht die Strecke, dessen Highlight letzten Endes die vier Lifte an sich und die finalen Kurven waren, nicht besser. Dennoch belebt sie den Funpark 2 und füllt diesen, ebenso wie das neue Wasserrondell des Herstellers Zierer, gut aus. 

Ein Nachmittag in Thale


Da mein Vater vom Magdeburger Flughafen, circa 30 km von der Landeshauptstadt entfernt, in Cochstedt abgeholt werden wollte zog es mich in den Osten der Republik, natürlich mit einem kleinen Zwischenstopp. Auf der Zufahrtsstraße zum Ort Thale kamen mir schon leichte Zweifel ob das Ganze nun eine so gute Idee war, jedoch legte sich dieses Gefühl je näher ich den Seilbahnen kam. Angekommen an der Seilbahnen Thale Erlebniswelt, ging es gleich auf Entdeckungstour durch den in vier Bereiche unterteilten Park. Den Funpark 1 mit Sessellift und einem recht ansprechenden Hochseilgarten, der Kabinenbahn mit Minigolfanlage unter der ersten Stütze, dem Hexentanzplatz mit Theater, Tierpark und Alpine Coaster, sowie etwas abseits dem Funpark 2.

Letzteres Areal beinhaltet neben dem einzigen Flyingcoaster Deutschlands, ein Trampolin und ein paar Bumper Boats und fällt recht klein aus. Der Hexenbesen ist nur bis zu einem Gewicht von 65kg zugelassen, weshalb mir bei meiner Fahrt etwas Bange war einfach so stecken zu bleiben. Die Fahrt selbst ist nicht sonderlich rasant und fährt sich bis auf die unterschiedliche Fahrposition wie ein Wacky Worm. Nur der Beschleuniger kurz vor dem Ende der Fahrt fällt recht witzig aus. Der Freiheitsgrad in der Röhre ist, sobald man es geschafft hat dort hinein zu kriechen, doch recht groß.

Mit einem Kombi-Ticket in der Hand ging es dann mit der Kabinenbahn hoch hinaus. Doch keine Sorge, für Personen mit Höhenangst gibt es die Möglichkeit mit dem Auto zum Hexentanzplatz zu kommen. Nach einigen Metern Fußmarsch nahm ich auch schon Platz im Harzbob, dem Alpine Coaster der Seilbahnen Thale Erlebniswelt. Die Anlage fuhr sich leider etwas langsam und die Strecke brauchte ihre Zeit um auf Touren zu kommen, weshalb die Anlage trotz sehr freundlichen Personal nicht weit oben landet, in etwa vergleichbar mit den Weserberglandbob in Bodenwerder.

Wieder im Tal angekommen zog es mich zum letzten Achterbahn der Seilbahnen Thale Erlebniswelt. Diese befindet sich im Funpark 1 und ist eine waschechte Schmetterling-Pendelbahn aus dem Hause Heege. Die Fahrt war sehr ruhig und glücklicher Weise nicht so kurz wie die im Tierpark Nadermann. Auch hier galt es einen Euro zu investieren.

Bevor ich die Stadt verlassen habe ging es auf den Sessellift noch einmal hoch hinaus. Oben befindet sich ein Märchenpavillon, da dieser jedoch Geld kostet und die letzte Fahrt des Tages immer näher rückte entschloss ich mich gleich wieder nach unten zu fahren und stattdessen etwas durch Thale zu laufen.