Spaß auf Hayling Island


Der kleine Freizeitpark Funland Amusement Park auf Hayling Island ist toll – zugegebenermaßen kein Grund für einen längeren Tagesausflug, aber als Ergänzung zum Strandbesuch optimal; denn wenn Hayling Island eines hat, dann einen wunderschönen und sehr breiten Knäckebrotstrand. Im Gegensatz zur Strandpromenade auf Portsea ist hier meist immer etwas mehr los, weswegen auch der Freizeitpark deutlich öfters geöffnet ist, als der größere Clarence Pier.

Mit Blick auf den Solent, der Meeresenge zwischen dem englischen Festland und der Isle of Wight, und der nah gelegenen Station der Hayling Seaside Railway befindet sich der Parkplatz des Funland Amusement Parks. Interessanter Weise war dieser diesmal gratis, ansonsten bekommt man einige Ride-Tokens als Gegenwert. Generell also kein schlechter Deal sein Auto hier zu parkieren, zumal es beim letztem Mal die Fahrt auf der neuen Achterbahn Runaway Mine Train beglichen hat. Diese Maus von L&T Systems stammte aus dem Freizeitpark Gulliver’s Warrington und kann auch ohne Kind (zum Parkeinlass) gefahren werden, die Deko wiederum stammte von dem ehemaligen Pinfari Looper Klondike Gold Mine, welcher jetzt seine Runden als transportable Anlage in Irland dreht. Für das Publikum ein überaus fairer Tausch, obgleich der Ritt durch die Goldmine wirklich gut war und thematisch besser zur Wildwasserbahn nebenan passte bzw. ein wenig runder im Gesamtpaket wirkte.

Die Kinderachterbahn Woody’s Children’s Roller Coaster wurde in diesem Jahr durch den schnieken Tilt-a-Whirl Neptune’s Fury ersetzt. Dieser ergänzt das typisch englische Fahrgeschäftsangebot mit Bravour, setzt dabei jedoch auf amerikanische Akzente. Interessanter Weise sind die Täler bei einem Tilt-a-Whirl ausgeprägter, was gleich zu Beginn für einen ordentlichen Spin sorgt, toll! Jedoch fehlt dem Fahrgeschäft leider die Möglichkeit der Gondelarretierung zum Ende der Fahrt hin, weswegen das Aussteigen etwas Aufmerksamkeit erfordert. 

Der Scheibenwischer Extreme, der Twister Cyclone und ein eingehauster Autoskooter komplementieren das besagte Portfolio. Ebenfalls überzeugt der kleine Park durch seine Auswahl an Kinderfahrgeschäften. Allen voran die nett gestaltete Kinderachterbahn Super Dragon Roller Coaster bzw. Funlandasaurus, die ihre Runden nun in einem überaus toll gestalteten Kinderbereich dreht – hierfür wurden im letzten Jahr die umliegenden Fahrgeschäfte mit einer Dinosaurier-Thematisierung versehen.

Generell fragt man sich doch glatt, warum der Park beim Captain des grünen Bezahlforums (Anm. d. Red.: Gemeint sind die coasterfriends) und somit im Allgemeinen bei seinen Gefolgsleute so schlecht abschneidet (siehe den Coaster-count Rip-Off) – zumal der Park da noch ein Ass in petto hat. Der Funland Amusement Park verfügt nämlich, derzeit zwar ohne Gondel und somit leider SBNO, über einen astreinen Freifallturm aus dem Hause Intamin. Hier ging es ohne großartigen Bremsweg ordentlich zur Sache; ein Fallvergnügen par Excellence, wie man es sonst nur auf dem Meteor im Hirakata Park oder dem Lanzandera im Parque de Atracciones de Madrid vorfinden kann. So oder so, die Turmstruktur steht noch, der Mitnehmer ist noch dran; also ist die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr immer noch gegeben (Anm. d. Red.: Der Turm wurde zur Saison 2018 aus dem Park entfernt).

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